{"id":90,"date":"2021-08-04T16:00:04","date_gmt":"2021-08-04T16:00:04","guid":{"rendered":"https:\/\/kolonie10.de\/?p=90"},"modified":"2021-08-04T16:01:53","modified_gmt":"2021-08-04T16:01:53","slug":"die-koloniestrasse-10-damals-und-heute","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kolonie10.de\/?p=90","title":{"rendered":"Die Koloniestra\u00dfe 10 &#8211; damals und heute"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Koloniestra\u00dfe 10 &#8211; eine Dokumentation<\/strong> <\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Teil 2<\/h3>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/kolonie10.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Bildschirmfoto-2021-08-04-um-15.36.13.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-91\" width=\"381\" height=\"373\" srcset=\"https:\/\/kolonie10.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Bildschirmfoto-2021-08-04-um-15.36.13.png 704w, https:\/\/kolonie10.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Bildschirmfoto-2021-08-04-um-15.36.13-300x294.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 381px) 100vw, 381px\" \/><figcaption>alte Baupl\u00e4ne des Vorderhauses der Koloniestra\u00dfe 10<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Dies ist der zweite Teil unserer Dokumentation \u00fcber die Koloniestra\u00dfe.<br>Einleitende S\u00e4tze dar\u00fcber warum, wie und wann diese Dokumentation entstanden ist und was die Themen der kommenden Artikel sein werden, findet ihr im ersten Teil \u201eDie Geschichte der Koloniestra\u00dfe\u201c, in dem wir die Historie der Koloniestra\u00dfe und Umgebung von Mitte des 18. Jahrhunderts bis 1945 betrachten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Im folgenden Artikel wollen wir einen kleinen Einblick in die Vergangenheit und Gegenwart der Koloniestra\u00dfe Nr. 10 geben. Wie sah es hier aus? Wer lebte und arbeitete hier? Wie entwickelte sich die<\/strong> <strong>Bewohner*innenschaft, die Gewerke und die Nutzung der Nummer 10 \u00fcber die Jahrzehnte bis heute? Und was macht diesen Hof besonders?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wir beginnen wieder mit ein paar Fakten:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Koloniestra\u00dfe 10 liegt in Bezirk Mitte im Ortsteil Gesundbrunnen. Bei dem um 1860 erbauten Geb\u00e4udekomplex im Innenhof handelt es sich um einen nahezu original erhaltenen Fuhrhof, wie damals im Wedding \u00fcblich. Das Vorderhaus wurde 1884 erbaut. Fortlaufend im Text beziehen wir uns immer wieder auf die Erl\u00e4uterung und die Vorstudie zur Denkmalw\u00fcrdigkeit von Fr. Margrit K\u00fchl (Dipl.Ing.Arch. &#8211; u.a. Denkmalgutachten Flughafen Berlin-Tegel 2012\/13).<\/p>\n\n\n\n<p>Wie bereits im ersten Teil genauer beschrieben, waren eben solche Furhh\u00f6fe, wie der der Koloniestra\u00dfe 10 damals keine Seltenheit und geh\u00f6rten zur n\u00f6tigen Infrastruktur Berlins. Pferdekutschen waren zur damaligen Zeit ein g\u00e4ngiges Transportmittel f\u00fcr Mensch und Ware und gelten als Vorl\u00e4ufer des heutiges \u00d6PNV. Um die Einwohner*innen Berlins zu versorgen (der Wedding war damals noch nicht eingemeindet), wurde entlang der Panke Obst und Gem\u00fcse angebaut und um dieses in die Stadt zu transportieren, gab es allerhand Fuhrhofe mit Pferdest\u00e4llen, Kutschen,<em> <\/em>Stellmachereien, Sattlereien, Schmieden usw.. In den roten Ziegelstein-Remisen wohnten die Arbeiter*innen in einfachen Wohnungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch heute ist die damalige Nutzung noch ablesbar, wenn man den langen und gr\u00fcnen Parallelhof der Koloniestra\u00dfe Nr. 10 besucht. \u201eDer ehemalige Pferde-Fuhrbetrieb mit einem Mehrfamilienwohnhaus an der Koloniestra\u00dfe und den entsprechenden Werkst\u00e4tten, einer ehemaligen Stellmacherei und Garagen fu\u0308r die Wagen ist als solcher noch deutlich zu erkennen. In der Koloniestra\u00dfe 10 werden die Remisen, Garagen und Werkst\u00e4tten als Ateliers, Tanzstudios und Wohneinheiten genutzt und damit bis heute erhalten.\u201c (Margrit K\u00fchl)<br>Selbst die Raumaufteilung der Wohn- und Gewerber\u00e4ume ist auf dem gesamten Gel\u00e4nde nahezu unver\u00e4ndert.<\/p>\n\n\n\n<p>Die erste Erw\u00e4hnung der Koloniestra\u00dfe 10 findet sich bereits 1867 im \u201eBerliner Stadt und Gemeindekalender und st\u00e4dtisches Jahrbuch\u201c. Im Abschnitt \u201eNachweis s\u00e4mtlicher Gemeindebeamten und Schiedsm\u00e4nner\u201c wird der Schiedsmann Hr. Kanzius f\u00fcr den Bezirk 203 und 204 angef\u00fchrt. Von Beruf war er Fabrikant und wohnhaft in der Koloniestra\u00dfe 10 (Bezirk 203) .<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/kolonie10.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Kanzius-Schiedsmann-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-93\" width=\"481\" height=\"271\" srcset=\"https:\/\/kolonie10.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Kanzius-Schiedsmann-1.png 768w, https:\/\/kolonie10.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Kanzius-Schiedsmann-1-300x170.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 481px) 100vw, 481px\" \/><figcaption>Schiedsmann Kanzius &#8211; aus dem Berliner Stadt und Gemeindekalender und st\u00e4dtisches Jahrbuch 1867<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Aufgabe eines Schiedsmannes war es kleinere und weniger bedeutsame b\u00fcrgerliche Rechtsstreitigkeiten zu schlichten, um vor dem Gang zu den ordentlichen Gerichten einen S\u00fchneversuch zwischen den streitenden Parteien zu unternehmen.<br>Weitere Eintr\u00e4ge zu Eigent\u00fcmer*innen, Bewohner*innen und Gewerken der Koloniestra\u00dfe 10 lassen sich in diversen Digitalisaten der \u201eBerliner Adressb\u00fccher\u201c der zentralen Landesbibliothek finden. So ist verzeichnet, dass 1880 der Fuhrherr A. Springer der Eigent\u00fcmer des Ensembles war und seinen Fuhrhof hier betrieb. Mit ihm auf dem Hof ans\u00e4ssig waren u.a. der Former R. Steinberg und der Handelsmann F. Bugge. Letzterer hatte neben seinem Wohnsitz auch eine Strauchbesenhandlung in der Koloniestra\u00dfe 10.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:100%\">\n<figure class=\"wp-block-gallery columns-2 wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"674\" height=\"420\" src=\"https:\/\/kolonie10.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Springer-Eigentu\u0308mer-.png\" alt=\"\" data-id=\"94\" data-link=\"https:\/\/kolonie10.de\/?attachment_id=94\" class=\"wp-image-94\" srcset=\"https:\/\/kolonie10.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Springer-Eigentu\u0308mer-.png 674w, https:\/\/kolonie10.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Springer-Eigentu\u0308mer--300x187.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 674px) 100vw, 674px\" \/><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"560\" height=\"246\" src=\"https:\/\/kolonie10.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Bugge-Strauchbesenhandlung.png\" alt=\"\" data-id=\"95\" data-link=\"https:\/\/kolonie10.de\/?attachment_id=95\" class=\"wp-image-95\" srcset=\"https:\/\/kolonie10.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Bugge-Strauchbesenhandlung.png 560w, https:\/\/kolonie10.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Bugge-Strauchbesenhandlung-300x132.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 560px) 100vw, 560px\" \/><\/figure><\/li><\/ul><figcaption class=\"blocks-gallery-caption\">Ausz\u00fcge aus den Berliner Adressb\u00fcchern \u00fcber den Eigent\u00fcmer und Fuhrunternehmer A. Springer und den Handelsmann F. Bugge<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Die Remisen des Hofes waren schon immer eine Mischung aus Wohn- und Gewerbefl\u00e4chen. W\u00e4hrend sich in dem oberen Stockwerk die Wohnr\u00e4ume befanden, waren im Erdgeschoss Gewerke und Stallungen ans\u00e4ssig. In den gegen\u00fcberliegenden Garagen und Werkst\u00e4tten befanden sich wechselnde Kleingewerbe. Die Recherche zeigt, dass \u00fcber die Jahre unterschiedlichste Handwerksbetriebe in der Koloniestra\u00dfe 10 beheimatet waren. Einige dieser Gewerke schlossen sich eng an den eigentlichen Zweck des Fuhrhofes an. So fand man neben dem eigentlichen Fuhrbetrieb (inklusive Fuhrherr und Droschkenkutscher) auch Sattler, Stellmacher, Schmiedemeister und den mittlerweile ausgestorbenen Beruf des Formers. Former stellten Gussformen her, welche zum Gie\u00dfen von Werkst\u00fccken aus Stahl, Eisen und anderen Metallen ben\u00f6tigt wurden, wie sie z.B. auch f\u00fcr den Bau, Erhalt und Instandsetzung von Droschkenkutschen essenziell waren. Neben den Droschken halfen auch Pferdeomnibusse und Pferdestra\u00dfenbahnen den \u00f6ffentlichen Berliner Nahverkehr zu bewerkstelligen. Trotz erster Motordroschken, elektrischer Stra\u00dfenbahnen und der 1902 in Betrieb genommenen ersten Berliner U-Bahnlinie, pr\u00e4gten von Pferden gezogene Fortbewegungsmittel das Bild der Berliner Stra\u00dfen noch bis in die 1920er Jahre.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Auch in der Koloniestra\u00dfe 10 ver\u00e4nderte sich das Bild des einstigen Droschenkutscherhofes zu einem moderneren. Die Pferdedroschke wurde bald durch die Motordroschke ersetzt und Pferdebahnen- und Omnibusse, fahren nun elektrisch oder mit Hilfe eines Verbrennungsmotors. So kamen w\u00e4hrend der n\u00e4chsten Jahrzehnte auch andere, zum einen traditionelle, zum anderen modernere Gewerke in die Koloniestra\u00dfe 10.<br>Neben dem alten Droschkenkutscher, wohnte nun auch ein Stra\u00dfenbahnschaffner und ein Chauffeur hier. Andere ans\u00e4ssige Gewerke waren eine G\u00e4rtnerei, Werkzeugmacher, Schmiedemeister, Steinhauer, Schlosser, Elektriker und viele mehr. Die Koloniestra\u00dfe 10 ging also in ihrem Nutzen mit der Zeit und war somit immer schon ein wichtiger Teil des sozialen Gef\u00fcges des Bezirks und der Stadt- und Infrastruktur.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Tats\u00e4chlich ist der Geb\u00e4udekomplex Koloniestra\u00dfe 10 so konzipiert, dass es nahezu pr\u00e4destiniert f\u00fcr Kleingewerbe unterschiedlichster Art erscheint. Kleine R\u00e4ume, alle mit Zugang zum Hof, viel Platz und ausreichend Licht. Eine optimale Ausgangssituation f\u00fcr Kleingewerbe mit Einzelfunktion, welche in der Gemeinschaft und Funktionalit\u00e4t zum Anlaufpunkt vieler Menschen im Bezirk geworden sind. R\u00e4ume auf so unterschiedliche Art nutzen zu k\u00f6nnen, dass sie jederzeit einen absolut anderen Zweck als noch den des Vorg\u00e4ngers erf\u00fcllen k\u00f6nnen ist ein Zeichen vergangener Architektur und Geb\u00e4udeplanung und gleicherma\u00dfen eine absolut beispielhafte und zukunftsweisende Methode Geb\u00e4ude zu planen und zu gestalten, um sie f\u00fcr viele verschiedene Menschen nutzbar zu machen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/kolonie10.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Bildschirmfoto-2021-08-04-um-15.35.23-1024x564.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-98\" width=\"519\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/kolonie10.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Bildschirmfoto-2021-08-04-um-15.35.23-1024x564.png 1024w, https:\/\/kolonie10.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Bildschirmfoto-2021-08-04-um-15.35.23-300x165.png 300w, https:\/\/kolonie10.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Bildschirmfoto-2021-08-04-um-15.35.23-768x423.png 768w, https:\/\/kolonie10.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Bildschirmfoto-2021-08-04-um-15.35.23-1200x660.png 1200w, https:\/\/kolonie10.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Bildschirmfoto-2021-08-04-um-15.35.23.png 1490w\" sizes=\"auto, (max-width: 519px) 100vw, 519px\" \/><figcaption>gezeichnete Pl\u00e4ne der Remisen im Hinterhof<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Den rote Faden der Nutzungsm\u00f6glichkeiten des Geb\u00e4udeensembles von Erbauung bis in die Gegenwart bemerkt auch Wolf Borwin Wendlandt (Architekt und ehem. Denkmalpfleger beim Landesdenkmalamt) bei einer gemeinsamen Begehung des Hofes. \u201eDie Unterschiedliche Benutzung f\u00fchrt zu unterschiedlichen Nutzungscharakterausbildungen. Die Ablesbarkeit der Nutzung ist nahezu entsprechend der historischen. Es gab hier vor Ort garantiert alles, um diesen Hof passend zum jeweiligen Stand der Technik am Leben erhalten zu k\u00f6nnen.\u201c, hei\u00dft es im Protokoll dieser Begehung. Weiter bemerkt Hr. Wendlandt: \u201eEs ist vom besonderen Wert die \u00fcberkommene Hofanlage mit heutiger privater Nutzung und deren M\u00f6glichkeiten zu f\u00f6rdern. Aus beschriebenen Gr\u00fcnden hat das Geb\u00e4udeensemble seinen Wert f\u00fcr die ganze Region; nicht nur weil es zu diesem Hof geh\u00f6rt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Diversit\u00e4t der Nutzung der Koloniestra\u00dfe 10 zeigt sich bis heute. Unterschiedlichste Gewerke fanden hier ihr zu Hause. In die ehemalige Schlosserei zog eine Tanzschule ein und blieb 18 Jahre ein fester Bestandteil des Hofes. Auch die \u00fcberregional bekannte Traditionswerkstatt \u201eK\u00fchler Herrmann\u201c war \u00fcber viele Jahrzehnte auf dem Hof beheimatet. Au\u00dferdem gab es Tischlereien, KFZ Gewerke aller Art, eine Galerie, Ateliers und Werkst\u00e4tten f\u00fcr verschiedene K\u00fcnstler*innen, wie Bildhauer*innen, Maler*innen, Karikaturist*innen, bildende K\u00fcnstler*innen und viele mehr. Aus uns nicht nachvollziehbaren Gr\u00fcnden wurden alle Gewerbemietvertr\u00e4ge ab 2017 gek\u00fcndigt und stehen bis heute (2021) zu gro\u00dfen Teilen leer.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Mieter*innengemeinschaft Kolonie10 und viele solidarische Menschen und Initiativen organisieren regelm\u00e4\u00dfig Veranstaltungen f\u00fcr die Nachbarschaft, den Kiez und dar\u00fcber hinaus f\u00fcr interessierte Menschen der ganzen Stadt. Hof-Flohm\u00e4rkte, Workshops, Konzerte, Hof-Kino, Vortr\u00e4ge und Feste werden von Menschen jedes Alters gern besucht und beleben den Hof auf eine individuelle Art und Weise.<\/p>\n\n\n\n<p>Um dem sozialen, \u00f6kologischen und gemeinschaftlichen Interesse der Mieter*innengemeinschaft einen noch h\u00f6heren Stellenwert zu geben und mehr Menschen ansprechen, beraten und helfen zu k\u00f6nnen, haben die Mieter*innen im Oktober 2020 den Verein \u201eKulturhof Koloniestra\u00dfe 10\u201c gegr\u00fcndet. Dieser Verein tritt f\u00fcr die Idee einer offenen Stadt ein, in der Ausgrenzung und Abschottung kein Platz haben. Auch \u00f6kologische Aspekte, wie Klima-, Natur- und Artenschutz im allt\u00e4glichen Leben, sowie beim Thema Bau, Modernisierung und Bepflanzung haben hohe Priorit\u00e4t in der Arbeit des Vereins.<\/p>\n\n\n\n<p>Da die Bewohner*innen der Kolonie10 den Hof weiterhin erhalten und beleben m\u00f6chten, haben sie eine Petition gestartet mit dem Ziel den Hof, mit Hilfe einer Genossenschaft selbst zu kaufen und ihn so der Spekulation und dem Immobilienmarkt zu entziehen. Klicken Sie <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.change.org\/kolonie10\" data-type=\"URL\" data-id=\"www.change.org\/kolonie10\" target=\"_blank\"><strong>HIER<\/strong><\/a>, um die Petition zu unterschreiben und die Mieter*innengemeinschaft zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Weil Wohnraum keine Ware ist und Orte wie dieser ein Stadtbild pr\u00e4gen und Begegnungsst\u00e4tten f\u00fcr viele Menschen sind.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/kolonie10.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/IMG_0828_Facetune_04-08-2021-16-32-59-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-99\" width=\"543\" height=\"407\" srcset=\"https:\/\/kolonie10.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/IMG_0828_Facetune_04-08-2021-16-32-59-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/kolonie10.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/IMG_0828_Facetune_04-08-2021-16-32-59-300x225.jpg 300w, https:\/\/kolonie10.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/IMG_0828_Facetune_04-08-2021-16-32-59-768x576.jpg 768w, https:\/\/kolonie10.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/IMG_0828_Facetune_04-08-2021-16-32-59-1536x1151.jpg 1536w, https:\/\/kolonie10.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/IMG_0828_Facetune_04-08-2021-16-32-59-2048x1535.jpg 2048w, https:\/\/kolonie10.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/IMG_0828_Facetune_04-08-2021-16-32-59-1200x900.jpg 1200w, https:\/\/kolonie10.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/IMG_0828_Facetune_04-08-2021-16-32-59-1980x1484.jpg 1980w\" sizes=\"auto, (max-width: 543px) 100vw, 543px\" \/><figcaption>Foto von 2018<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Im dritten Teil unserer Dokumentationsreihe wird es um die sozialen und kulturellen Aspekte in der Koloniestra\u00dfe 10 gehen. Wir betrachten u.a. soziologische Theorien zu offenen Stadtstrukturen und nehmen dabei Bezug auf ein wunderbares Feature von Pia Rauschenberger \u00fcber die Frage &#8222;Wie wollen wir in Zukunft leben?&#8220;, f\u00fcr welches sie uns 2019 immer wieder besucht und begleitet hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Koloniestra\u00dfe 10 &#8211; eine Dokumentation Teil 2 Dies ist der zweite Teil unserer Dokumentation \u00fcber die Koloniestra\u00dfe.Einleitende S\u00e4tze dar\u00fcber warum, wie und wann diese Dokumentation entstanden ist und was die Themen der kommenden Artikel sein werden, findet ihr im ersten Teil \u201eDie Geschichte der Koloniestra\u00dfe\u201c, in dem wir die Historie der Koloniestra\u00dfe und Umgebung von [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[7,10,5,4,9,11,8,6],"class_list":["post-90","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-impressionen","tag-berlin","tag-diversitaet","tag-kolonie10","tag-koloniestrasse-10","tag-mieten","tag-stadtentwicklung","tag-stadtfueralle","tag-wedding"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kolonie10.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/90","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kolonie10.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kolonie10.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kolonie10.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kolonie10.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=90"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/kolonie10.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/90\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":103,"href":"https:\/\/kolonie10.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/90\/revisions\/103"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kolonie10.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=90"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kolonie10.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=90"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kolonie10.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=90"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}